E-Mails bieten sich zur Erstkontaktaufnahme mit dem gewünschten Unternehmen an. Sie dienen oft als Vorläufer, um abzuklären, ob eine ausführliche Bewerbung überhaupt sinnvoll ist. Die Online-Bewerbung zeigt, dass Sie "uptodate" sind und ist zudem schnell und kostengünstig. Die Schnelligkeit ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der Postbewerbung. Bewerbungsfotos und Zeugnisse lassen sich beliebig oft digital reproduzieren. Es entfallen keine Portokosten.Trotz dieser immensen Vorteile dürfen Sie sich nicht verleiten lassen, schnell verfasste, nicht gut durchdachte E-Mails wahllos an potentielle Arbeitgeber zu versenden. Ihre E-Mail-Bewerbung unterliegt im Prinzip den gleichen Regeln wie das klassische Bewerbungsanschreiben.
Während der normale Rekrutierungs-Prozess über die Zeitungsannonce durchschnittlich bis zu 90 Tagen dauern kann, ist die Personalsuche per Internet in der Regel in einer bis vier Wochen erledigt. Denn im Web ist ein direkter Abgleich zwischen den Anforderungen des Arbeitgebers und der Qualifikation der Bewerber möglich ("Profil-Matching"). Doch mit einem einfachen Online-Fragebogen kann ein Unternehmen heute keine qualifizierten High Potentials mehr für sich begeistern. Deshalb setzen Firmen wie Arcor Mannesmann, Audi, Procter & Gamble oder Siemens auf die Verbindung von Online-Spiel und psychometrischen Tests im Web, um eine Vorauswahl bei den Bewerbern zu treffen.
Der anhaltende Personalmangel in der New Economy hat ein erstaunliches Phänomen zu Tage gebracht: Um überhaupt Bewerber in ihren Hallen empfangen zu können, müssen sich die Unternehmen etwas einfallen lassen. Mehr denn je ist sie die Personalfrage zur Chefsache avanciert. Zeit ist Geld, vor allem, wenn man sich mitten in einem Wettlauf um die besten Köpfe der IT-Branche befindet. Aber auch sonst sind unbesetzte Stellen und die damit verbundene Personalsuche immer ein erheblicher Kostenfaktor. Und der lässt sich mittels Internet nun erheblich reduzieren. Während der normale Bewerbungsprozess über die Zeitungsannonce durchschnittlich 90 Tage dauert, ist die Personalsuche per Internet in der Regel in einer bis vier Wochen erledigt. Denn im Web ist ein direkter Abgleich zwischen den Anforderungen des Arbeitgebers und der Qualifikation der Bewerber ("Profil-Matching") möglich. So sind denn auch Recruiting-Seiten heute bei den Internet-Auftritten der meisten Unternehmen eine Selbstverständlichkeit.
Eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Recruitsoft/iLogos Research kommt zu dem Ergebnis, dass inzwischen fast 90 Prozent der Top 500 Unternehmen weltweit Online-Recruiting auf Ihren Websites betreiben. Zum Vergleich: 1998 waren es erst 29 Prozent. Betrachtet man einzelne Branchen, so wird schnell deutlich, wo eine besondere Nachfrage nach Fachkräften besteht: Die Top 500-Unternehmen im Bereich High-Tech/Internet rekrutieren inzwischen zu 100 Prozent im weltweiten Datennetz. Doch das ist genau das Problem. "Wer hier noch auffallen und sich von seinen Konkurrenten unterscheiden will, muss sich etwas einfallen lassen", berichtet eine Geschäftsführerin einer großen e-Business Company. Das World Wide Web revolutioniert nicht nur Geschäftsabläufe zwischen Unternehmen, es verändert auch viele firmeninterne Vorgänge. Einer, der davon am stärksten betroffen sein wird, ist das Personalwesen. Immer mehr Firmen, vor allem diejenigen, die überregional oder international tätig sind, setzen als Selbstverständlichkeit voraus, dass Bewerber per E-Mail Kontakt zu ihnen aufnehmen oder online Bewerbungsformulare auf der Firmenhomepage ausfüllen.
Für Studenten und Absolventen, gehört die Kommunikation per Internet auch mit potenziellen Arbeitgebern längst zum Alltag. Damit kommt nach dem E-Commerce und dem E-Business zwar erst nur schrittweise, aber dennoch unaufhaltsam auch das E-Recruiting. Denn der Markt für Dienstleistungen im Web rund um das Thema Personal ist lukrativ und wächst sprunghaft. Wer sich hier als Dienstleister gut positionieren will, muss überzeugende Konzepte für beide Seiten - Bewerber und Arbeitgeber- vorlegen können. Das verursacht zur Zeit einen harten Wettkampf unter den über 300 Online-Jobbörsen, die es allein im deutschsprachigen Internet gibt. Und beschert Stellensuchenden rosige Zeiten. Immer mehr Angebote, immer mehr Service versprechen die Online-Stellenmärkte. Den können clevere User für sich nutzen, um schnell und unproblematisch an ihren Traumjob zu gelangen.
Wie Susanne P. aus Köln. "Meine alte Stelle war zwar gut bezahlt, aber die Tätigkeit forderte mich nicht mehr heraus", berichtet die 29 jährige Kölner Betriebswirtin. Deshalb beschloss sie, sich neu zu orientieren. "Ich suchte eine Führungsposition in einem internationalen Projekt, und ich hatte so meine Vorstellungen, wie dieser Job aussehen sollte." Susanne Groß ist hoch qualifiziert und kann es sich leisten, wählerisch zu sein. Aber von den Angeboten, die sie zuvor von verschiedenen Headhuntern erhalten hatte, entsprach keines hundertprozentig ihren Vorstellungen. Schließlich ergriff sie selbst die Initiative und klickte sich durch verschiedene Karriereportale im Internet. Dabei suchte sich nach strengen Kriterien - Seriosität, Service, äußeres Erscheinungsbild und Benutzerfreundlichkeit - drei aus, in denen sie ihr Profil veröffentlichte. Eingehende Angebote ließ sie sich per E-Mail nach Hause schicken und wurde fündig. Heute ist sie Projektleiterin bei einem internationalen Software-Unternehmen. Kein Einzelfall, denn für Bewerber halten die Online-Jobbörsen, die sich mehr und mehr zu Karriereportalen entwickeln, fast immer detaillierte Suchfunktionen bereit. Oft können die Stellensuchenden aber auch ihr Profil in einer Bewerberdatenbank hinterlegen. Ein Matching nach bestimmten Kriterien wie Qualifikation, Alter, Gehalt oder regionalen Wünschen sorgt für den Abgleich von Bewerber- und Stellenangebotsdaten. Passende Jobs werden den Stellensuchenden automatisch per E-Mail zugestellt. Ein breites Spektrum an Informationen und Beratungsangeboten rund um das Thema Beruf und Karriere runden dann das Angebot ab - fast immer völlig kostenlos. Viele Karriereportale liefern Tipps, Informationen und Dienstleistungen rund um das Thema Karrieremanagement. "Kleider machen Leute - oder was ziehe ich an?" heißt es z.B. Oder der Bewerber erfährt, welche Fragen er im Vorstellungsgespräch beantworten muss und welche nicht.
Allen Jobbörsen gemeinsam ist, dass sie sich schon lange nicht mehr auf das einfache Inserieren von Jobangeboten beschränken. Im Gegenteil. Sie entwickeln zunehmend ganzheitliches Know-how rund um das Thema Personalarbeit. Davon profitieren nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Anbieter von offenen Stellen- seien es die Großunternehmen oder junge Gründer auf der Suche nach Personal.